Emissionshandel

Emissionshandel

Die Kalkindustrie ist eine der wichtigsten Grundstoffindustrien. Kalkprodukte sind als Einsatzstoffe für viele Prozesse, besonders in der Eisen- und Stahlindustrie, im Umweltschutz, in der Bauwirtschaft, in der Landwirtschaft, in der Lebensmittel- und Futtermittelindustrie unverzichtbar und praktisch nicht durch andere Produkte zu ersetzen.

Die Kalkindustrie wird von allen beteiligten Industrien am härtesten von den Auswirkungen des Emissionshandels betroffen, weil

  1. sie bei der Produktion von 1t Kalk ca. 1,2t COemittiert,
  2. ihre Wertschöpfung im Verhältnis zum CO2-Ausstoß die geringste aller Beteiligten ist,
  3. das technische Minderungspotential ausgeschöpft ist. Pro Tonne Kalk werden 785kg CO2 chemisch freigesetzt. Dieser Anteil kann naturgemäß nicht verringert werden. Ein Drittel der Emissionen resultiert aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe in den Öfen der Kalkindustrie. Die Ofentechnik und der Brennstoffeinsatz sind optimiert mit thermischen Wirkungsgraden von über 85% und technisch nur minimal bei unverhältnismäßig hohem Aufwand zu verbessern.

Unter den Bedingungen des Emissionshandelssystems, muss entweder in technische Maßnahmen zur Minderung der CO2-Emissionen investiert werden, oder es müssen CO2-Zertifikate zugekauft werden. In der Kalkindustrie ist der Spielraum für Minderungsmaßnahmen sehr gering, so dass die Kalkindustrie in der dritten Handelsperiode Zertifikate zukaufen muss.

Weitere Informationen zum Thema Emissionshandel finden Sie beim
Bundesverband der deutschen Kalkindustrie:

www.kalk.de